Training, Verhaltensberatung & Therapie

Trainingsweise

Ziel meiner Arbeit ist es, die Sozialpartnerschaft zwischen dem Mensch-Hund-Team aufzubauen bzw. diese zu festigen. Hierbei setze ich auf Teamarbeit. Gewalt schließe ich gänzlich aus!  Kooperation und Partnerschaft beruhen auf freiwilliger Basis und können nicht durch Druck und Gewalt erzwungen werden. Diese Einstellung hat nicht nur etwas mit der Liebe zum Tier zu tun, sondern beruht auf der wissentschaftlich erwiesenen Tatsache, dass Lernen in einem Umfeld, das Stress und Angst hervorruft, nicht möglich ist. Es ist daher uneffektiv und nicht zielorientiert.

Deshalb nutze ich Trainingstechniken wie Marker-, Clicker- und Entspannungstraining, die das erwünschte Verhalten des Hundes verstärken und fördern. Dabei lege ich großen Wert darauf, den Hund nicht in Situationen zu führen, die er nicht bewältigen kann ohne ein, für den Menschen unerwünschtes Verhalten, zu zeigen. Vielmehr achte ich  darauf, dass ein positives Lernumfeld für den Hund und den Menschen geschaffen wird, in dem das Team schrittweise an dem unterwünschten Verhalten arbeiten kann.

Leinenruck, strafende Maßnahmen wie Wasserpistolen, Wurfketten oder andere strafende, ängstigende oder schmerzende Techniken kommen aus den oben genannten Gründen nicht zum Einsatz. Es gilt, Fehlverhalten bestenfalls (z.B. anfänglich durch Managementmaßnahmen) gar nicht erst entstehen zu lassen oder aber dieses zu stoppen. Aber nicht zu bestrafen! Bestrafung kann zu Angst und/oder Aggression führen! Das wiederum beeinträchtigt das Lernverhalten enorm.

Ich biete hauptsächlich alltagsorientierten Einzelunterricht an und lasse diesen dort stattfinden, wo sich die Mensch-Hund-Teams im Alltag bewegen. Also im häuslichen Umfeld und auf den Spazierwegen. "Probleme" werden so dort bearbeitet, wo sie auftreten: Problemverhalten / unerwünschtes Verhalten kann nur durch praktisches Training verändert werden! Auf einem abgegrenzten Hundeplatz ist das kaum zu erreichen, da dieser nicht dem Alltag nicht entspricht.

Einzelunterricht hat den sehr großen Vorteil, dass ich mich voll und ganz auf das einzelne Team konzentrieren und das Training so gestalten kann, dass es optimal zum Lerntempo des jeweiligen Mensch-Hund-Teams passt. 


Was ist Clicker- bzw. Markertraining?

Damit wir Menschen mit unseren Hunden möglichst effektiv im Training zusammenarbeiten können, benötigen wir einen Weg der sinnvollen Kommunikation.

Es ist hier, wie immer im Leben: wenn zwei Lebewesen miteinander kommunizieren, werden Signale vom Sender zum Empfänger übertragen. Damit aber auch das beim Empfänger ankommt, was der Sender ihm mitteilen möchte, gibt es mehrere Voraussetzungen:

1. Es muss einen gemeinsamen Signalvorrat geben - also ein gemeinsamer Code.

2. Die zu übermittelnden Signale müssen von beiden Seiten verstanden werden.

3. Die zu übermittelnden Signale müssen übertragen werden und ankommen.

Theoretisch einfach, in der Praxis oftmals gar nicht so leicht. Menschen und Hunde sprechen nun mal eine andere Sprache. Damit diese Hürde genommen werden kann und die Kommunikation leichter und effektiver gestaltet werden kann, helfen uns Markersignale.

Ein Markersignal kann ein besonderes Geräusch (Clicker, Zungenschnalzer), ein Wort, ein Pfiff oder auch eine bestimmte Berührung sein. Diese Signale vereinfachen die Kommunikation, da sie wie eine gemeinsame Sprache sind.

Markersignale dienen der außerartlichen Kommunikation sowie der Kooperation mit dem Menschen. Sie verknüpfen effektiv Verhalten mit Konsequenzen. Sie sind ein Versprechen auf eine Belohnung. Markersignale übertragen Informationen und übermitteln Emotionen.

Die Funktion des Markersignals: Vorrangig dient es im Verhaltenstraining zum Markieren von erwünschtem Verhalten: Hunde verhalten sich immer. Mit Hilfe des Markersignals können wir unseren Hunden punktgenau mitteilen, welches Verhalten das erwünschte war und sich für sie lohnt. 

Das Markersignal kann aber auch zur Überbrückung von Zeit dienen: Hunde können ein Verhalten mit einer Konsequenz nur binnen 1-2 Sekunden miteinander verknüpfen. Durch das Markersignal schaffen wir uns etwas mehr Zeit, um diese Verknüpfung zu erschaffen und vermeiden so Fehlverknüpfungen.

Eine weitere Funktion ist die Übertragung von positiven Emotionen: Das Signal ist mit vielen für den Hund wichtigen und schönen Dingen verknüpft (zum Beispiel Futter, Spiel, Streicheleinheiten). Diese Dinge lösen beim Hund eine positive Grundstimmung aus. Das Markersignal kündigt all diese Dinge an und beim Hund wird dadurch eine positive Erwartungshaltung und Stimmung ausgelöst und negativen Emotionen entgegengewirkt. So wird zum Beispiel aus Aufregung eine positive Erwartungshaltung.

Das Markersignal ermöglicht einen eindeutige Kommunikation: Wird ein Markersignal verwendet, kommunizieren Menschen deutlicher mit dem Hund. Sie konzentrieren sich mehr auf das erwünschte Verhalten und haben so unter Umständen auch wieder deutlich mehr Spaß und Freude mit Ihrem Hund, da das negative Verhalten nicht mehr so im Vordergrund steht.

Als letztes wäre noch die Wichtigkeit des Menschen: Denn dieser produziert das Markersignal und ist somit für die Bedürfnisbefriedigung des Hundes maßgeblich verantwortlich. Dieser Faktor lässt den Menschen damit in der Wertigkeit des Hundes recht weit nach oben wandern.

Zum Aufbau des Markersignals: Damit das Signal sinnvoll und effektiv als Kommunikationsmittel  für das Training eingesetzt werden kann, muss es für den Hund eine Bedeutung erlangen, die er versteht. Hier führt der Weg über die klassische Konditionierung