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Informationen für Hundehalter zum H5N8 Virus (Vogelgrippe) im Kreis Heinsberg

Vogelgrippe, H5N8, Hund,

Wildgänse sind Überträger des Virus

Seit November 2016 ist der hochansteckende H5N8 Virus leider wieder sehr verbreitet. Auch in vielen Teilen Deutschlands breitet sich der Erreger rasant aus. Konkret für den Kreis Heinsberg wurde daher am 21.12.2016 die Stallpflicht von Geflügel ausgesprochen um die Verbreitung des Erregers einzudämmen.

Die Ausbreitung erfolgt vor allem über infizierte Wildvögel wie zum Beispiel Tauchenten, Taucher, Möwen, Schwäne, vereinzelt Gründelenten (Stockente), Gänse, Greifvögel und auch aasfressende Singvogelarten (z.B. Krähen). Personen, die kontaminierte Flächen betreten, und Fahrzeuge, die sie befahren, können das Virus weiterverbreiten und auch in Geflügel haltende Betriebe eintragen.“ Zitatende.

Doch was heißt das für Hundehalter? Sind Hunde, die mit dem Virus (also mit erkrankten Tieren) in Kontakt kommen, gefährdet daran zu erkranken und gibt es eine Anleinpflicht?

Eine Übertragung auf den Hund wird bisher für unwahrscheinlich gehalten. Fälle dazu sind noch nicht bekannt. Jedoch wurde bereits in einigen Städten Deutschlands die Anleinpflicht für Hunde in bestimmen Regionen ausgesprochen. Dieses gilt jedoch als Vorsichtsmaßnahme und vor allem soll damit die Verbreitung des Virus vermieden werden. Für den Kreis Heinsberg wurde eine Anleinpflicht jedoch bisher noch nicht ausgesprochen (Stand: 12.01.2017).

Können bedenkenlos rohes Geflügel und Geflügelprodukte an den Hund verfüttert werden?

Auch hier gilt, dass eine Übertragung auf Hunde bisher noch nicht belegt worden ist. Sollten Sie zuhause für sich oder Ihrem Hund rohe Geflügelprodukte zubereiten ist es ratsam, einige Hygienemaßnahmen einzuhalten um das Risiko einer Übertragung auf Sie selber so gering wie möglich zu halten

  • rohe Geflügelprodukte und andere Lebensmittel getrennt lagern und zubereiten, insbesondere wenn Letztere nicht noch einmal erhitzt werden
  • Gerätschaften und Oberflächen, die mit rohen Geflügelprodukten in Berührung gekommen sind,  gründlich mit warmem Wasser und Spülmittelzusatz reinigen   
  • Verpackungsmaterialien, Auftauwasser u.ä. sofort entsorgen   
  • Hände mit warmem Wasser und Seife waschen   
  • Geflügelspeisen gründlich durchgaren. Das bedeutet, dass für mindestens 2 Minuten eine Kerntemperatur von 70 °C erreicht werden muss.   
  • Eier sollten vor dem Verzehr gekocht werden, bis Eiweiß und Eigelb fest sind, d.h. je nach Größe für mindestens 6 Minuten.   


(Quellen: Veterinäramt Kreis Heinsberg, www.bfr.bund.de – Bundesinstitut für Risikobewertung, www.FLI.de – Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit)