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Das Schlafverhalten unserer Hunde 

 Wussest Du schon, dass ein erwachsener, gesunder Hund zwischen 17 und 20 Stunden am Tag schläft? Welpen, Hundesenioren und kranke Hunde haben natürlich ein noch größeres Schlafbedürfnis. Hier können (und sollten) es rund 22 Stunden sein.

Hört sich verdammt viel an. Allerdings zählen zum gesamten Schlaf auch die kurzen Nickerchen, die sich Hunde hin und wieder gönnen. Auch das Dösen in der Sonne oder eine ausgedehnte Streicheleinheit füllen die Energiespeicher wieder auf. Die meiste Zeit verbringt der schlafende Hund in einer leichten Schlafphase. Lediglich fünf bis acht Stunden täglich sind sogenannte Tiefschlafphasen.

"Schlafende Hunde soll man nicht wecken!"

Der Hund hat sich im Laufe der Zeit stark an den Alltag des Menschen angepasst. Deshalb schlafen die meisten Fellnasen, wenn auch ihre Menschen zur Ruhe kommen und sind aktiv, wenn ihre Besitzer es sind. Ausreichend Schlaf ist enorm wichtig für die Gesundheit und Ausgeglichenheit der Vierbeiner. Deshalb sollte man die Redewendung wortwörtlich nehmen und schlafende Hunden in Ruhe lassen bzw. die Ruhe des Hundes fördern und unterstützen.

Träumen Hunde auch?

Stanley Coren, Psychologie-Professor der Universität von British Columbia in Vancouver, erforscht seit 40 Jahren das Verhalten von Hunden. Unter anderem auch deren Schlafverhalten. 

Ganz sicher ist, dass Hunde träumen. Aber nicht alle Hunde träumen gleich. Wovon und wie lange sie träumen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum Beispiel der Rasse und vom Format: Große Hunde träumen weniger als kleine. Ein Zwergpudel kann einmal alle zehn Minuten träumen, während bei einem so großen Hund wie einer Dogge oder einem Mastiff oft bis zu eine Stunde zwischen den einzelnen Träumen liegt. Dafür dauern die Träume der großen Hunde allerdings länger. 

Ob ein Hund gerade träumt oder nicht, ist oftmals zu erkennen. Vielleicht kennst Du das: Beine, die im Schlaf zucken, Knurren, manche schnappen sogar nach einem Schlafphantom. Tatsächlich zeigen die Gehirnwellen von schlafenden Hunden ähnliche Muster wie die des Menschen. Vermutlich träumen Hunde von Szenen aus ihrem Hundeleben.

Welche Schlafposition bevorzugt der Hund?

Wie schläft es sich denn nun am besten? Als Seitenschläfer, Fuchs oder Superman? 

Neben der Temperatur spielt auch die persönliche Vorliebe des Vierbeiners eine Rolle bei der Wahl der Schlafposition. Die meisten Hunde schlafen auf der Seite.

Es gibt Vermutungen, was die Schlapositionen des Hundes über seinen Charakter aussagt:

  • Der Seitenschläfer: Ist selbstsicher, fühlt sich in seiner Umgebung wohl und vertraut der anwesenden Person.
  • Der Fuchs: Viele Hunde schlafen auch eingerollt wie ein Fuchs. Die Pfoten liegen unter dem Körper, welcher von der Rute eingehüllt wird. Angeblich zeugt sie von einem freundlichen und unkomplizierten Wesen.
  • Der Supermann: Streckt alle Viere von sich. Es ist die Schlafposition der Ernergiebündel, der leicht motivierbaren Hunde.
  • Die verrückten Pfoten: Selbstsicherheit und Zufriedenheit zeichnet Vierbeiner aus, die auf dem Rücken schlafen und ihre Beine in die Luft strecken. In dieser Position ist das Tier äußerst verletzlich und angreifbar, in freier Wildbahn oder auf der Straße undenkbar.
  • Bauchschläfer: Hunde, die auf dem Bauch liegen, können dabei zwar ruhen, aber ein Tiefschlaf ist nicht möglich. Die Hinterbeine liegen seitlich und der Kopf zwischen den Vorderläufen. So sind sie stets einsatzbereit. Oftmals sind es energiegeladene, aber auch ängstliche Hunde, die diese Schlafposition präferieren.